Das T-Gatter

Eine 45°-Phasendrehung um die z-Achse. Das dritte Gatter im universellen H–T–CNOT-Satz.

Sohum Thakkar
Sohum Thakkar · CEO, Qolour
8. Mai 2026

Das T-Gatter dreht das Qubit um 45° um die z-Achse der Bloch-Kugel. Es lässt |0⟩ in Ruhe und multipliziert |1⟩ mit eiπ/4, einer komplexen Phase, die auf Basis-Zuständen unsichtbar, für Superpositionen aber sehr real ist – weshalb die obige Demo bei |+⟩ startet.

T ist das dritte Mitglied des universellen H–T–CNOT-Gattersatzes. Jede unitäre Operation auf beliebig vielen Qubits lässt sich aus diesen dreien mit beliebiger Präzision bauen.

Häufig gestellte Fragen

Warum ist das T-Gatter wichtig?

Zusammen mit H und CNOT bildet das T-Gatter einen universellen Gattersatz: jede Quantenoperation kann mit beliebiger Präzision allein aus diesen drei angenähert werden.

Ist T selbstinvers?

Nein. T⁸ = I, und T² = S (das Phasengatter). Das Inverse von T ist T, das um −π/4 um z dreht.

Warum wird das T-Gatter manchmal π/8-Gatter genannt?

Historische Konvention. Nach Herausziehen einer globalen Phase lässt sich die Matrix mit Eigenwerten e±iπ/8 schreiben. Die tatsächliche Drehung um die z-Achse beträgt π/4 (45°).